Prävention – Innovation – Life goes on!

Das Institut für Pathologie als wichtiger Partner des Universitären Krebszentrums des Inselspitals (UCI)

Krebs ist nicht gleich Krebs. Das wissen nicht nur die vielen Patientinnen und Patienten die jedes Jahr davon betroffen sind. Die Vielzahl an verschiedenen Krebserkrankungen bedürfen alle einer unterschiedlichen Handhabung. Therapie und Prognose sind unmittelbar von der genauen Krebsart abhängig. Die Kernaufgabe des Teams am Institut für Pathologie der Universität Bern besteht darin, anhand von Gewebeproben eine exakte Diagnose zu stellen unter Benutzung des Mikroskops und unter Zuhilfenahme moderner molekularere Zusatzuntersuchungen.

 

Innovation

Wir bauen mit dem „Clinical Genomics Lab“ ein zentrales Standbein des geplanten Zentrums für Precision Medicine. Das Clinical Genomics Lab stellt in Zukunft sicher, dass eine auf den Patienten und auf die Krebsart ausgerichtete gezielte Krebstherapie, angeboten werden kann. Was heute an vier verschiedenen Standorten im Inselspital und an der Universität Bern durchgeführt wird, wird in einem Disziplin-übergreifenden Labor zusammengeführt werden. An immer kleineren Gewebeproben, welche durch die chirurgischen und interventionell-tätigen klinischen Partner möglichst schonend dem Patienten entnommen werden, werden genetische Untersuchungen am Krebsgewebe durchgeführt. So können wir bestimmen, ob zielgerichtete neue Therapien eingesetzt werden können und ob diese überhaupt Sinn machen. Krebszellen sind sehr innovativ: Um im Körper überleben, wachsen und dem Abwehrsystem entgehen zu können, haben Sie raffinierte Methoden entwickelt, um nicht erkannt zu werden, vom «Gast» toleriert zu werden und sich schneller und hemmungsloser als die körpereigenen gutartigen Zellen zu vermehren. Pathologen müssen auch innovativ – aber besser noch, viel innovativer sein um dem Krebs durch gezielte Untersuchungen auf die Spur zu gehen, damit er möglichst effizient bekämpft werden kann.

 

Prävention

Innovative, neue Therapien, welche Dank teils jahrelanger Forschung gezielt eingesetzt werden können, verhelfen in einer Vielzahl von Krebserkrankungen zu längerem Überleben oder gar Heilung. Das Problem aber bei der Wurzel anpacken – das heisst, die Krebserkrankung erkennen, bevor sie schon fortgeschritten ist oder gar noch in einem Vorläuferstadium, das wäre das Ziel in vielen Fällen. Das sogenannte „Screening“ – oder die Vorsorge Untersuchung - ist ein grosser Erfolg der Medizin. George Papanicoloau, ein griechischer Arzt, beschrieb ca. 1943, wie man ganz einfach unter dem Mikroskop, Krebszellen des Gebärmutterhals in einem Abstrich vom Gebärmutterhals oder der Scheide erkennen kann. Der „Pap Abstrich“, wie er heute genannt wird, hat in den letzten Jahrzehnten die Rate an Gebärmutterhalskrebs und Todesfällen hierdurch um ein Vielfaches gesenkt. Zytotechnische Assistenten und zytopathologisch-tätige Ärzte schauen Tag für Tag in ihre Mikroskope um krankhaft veränderte Zellen von Normalen zu unterscheiden.

 

Überhaupt – das Mikroskop dient seit Jahren und wird dies auch in näherer Zukunft immer noch tun – um Ärzten ein Fenster zur Krebserkrankung zu ermöglichen, als ersten Schritt in Richtung Krebs-spezifische Therapie. Zwar wird das Mikroskop zum Teil jetzt schon durch digitale Bildanalyse ersetzt oder ergänzt und genetische Untersuchungen oder weitere Zusatzuntersuchungen werden immer wichtiger, aber dennoch bleibt ein wesentlicher Teil in der optimalen Versorgung des Krebspatienten die korrekte und zeitnahe Diagnose – am Mikroskop. Krebs ist eben nicht gleich Krebs.

 

Labor für Pathologie auf dem Bundesplatz

Während dem RACE FOR LIFE am 9. September 2018 auf dem Bundesplatz haben Sie die Gelegenheit, selber in die Rolle eines Pathologen zu schlüpfen. Am Stand des Tumorzentrums können Sie Gewebeproben einfärben, um Zellveränderungen sichtbar zu machen. Im mobilen Labor haben Sie auch die Gelegenheit, bereits präparierte Gewebeschnitte unter dem Mikroskop zu betrachten. Gelingt es Ihnen, entartete von gesunden Zellen zu unterscheiden und können Sie die richtige Diagnose stellen? Wer diesen ersten Schritt für die optimale Versorgung von Krebspatienten erfolgreich meistert, wird mit einem Preis belohnt.

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