Ein Rennen für das Leben

Letztes Jahr fand das Race for Life zum ersten Mal auf dem Bundesplatz in Bern statt. Die insgesamt 450 Velofahrerinnen und Velofahrer starteten am 11. September um 10 Uhr in die erste Runde. Bis um 18 Uhr abends pedalten sie, was das Zeug hielt. Insgesamt wurden fast zweitausend Runden gefahren und so fast eine viertel Million Franken zugunsten der acht Partnerorganisationen – alles Organisationen, die sich in der Krebsbekämpfung engagieren – gesammelt. Den ganzen Tag konnten sich die Gäste und Besucher auf dem Bundesplatz vergnügen und informieren. Das Benefiz-Fest gab dem ganzen Anlass den würdigen Rahmen.

450 Teams und Einzelfahrer traten in die Pedale

Am sechsten Race for Life – und dem ersten in unsere schönen Bundeshauptstadt – engagierten sich rund 450 Velofahrerinnen und Velofahrer. Der Startschuss zur ersten Runde fiel um 10.00 Uhr morgens. Publikum und Fahrer wurden von Franco Marvulli und Regula Späni kräftig angefeuert und motiviert. Marvulli liebäugelte damit, ob wohl 2016 die 2 Mio Spendengrenze geknackt würde. Bis zum heutigen Tag sind mit dem Race for Life 1.4 Mio CHF zugunsten der Krebsstiftung gesammelt worden. Er versprach sogar, allfällige Geschwindigkeitsbussen von Teilnehmenden zu übernehmen. Worauf Regula Späni etwas beschwichtigte und die Fahrerinnen und Fahrer zu Vorsicht mahnte: «Sicherheit geht vor.» Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten zwischen zwei Runden wählen: 17km und 330hm auf den Gurten, 5km war die Marzilirunde. Auf dem Gurten selbst war auch Adolf Ogi anzutreffen. Er äusserte sich zum Anlass wie folgt: «Der Tod unseres Sohnes hat uns sehr geprägt. Deshalb wünschte ich, dass endlich Mittel gefunden werden, um diese Krankheit zu besiegen. Es ist wichtig, dass wir uns engagieren. Darum begrüsse ich Anlässe, wie das Race for Life. Ein fantastisches Rennen für das Leben. Grossartig, dass ihr euch auf den Weg macht!»

Auf den Weg machte sich um 17.00 Uhr das gesamte Feld gemeinsam. Die 450 Fahrerinnen und Fahrer nahmen die Marzilirunde als Schlusstour in Angriff. Alle traten nochmals gemeinsam in die Pedale. Ein Bild, das Gänsehaut verursachte.

Acht Organisationen unter einem Dach mit einem Ziel

Auf dem Bundesplatz waren erstmals in der Geschichte des Race for Life acht Organisationen versammelt:

– Krebsliga Schweiz

– Krebsforschung Schweiz

– Kinderkrebs Schweiz

– Lungenliga Schweiz

– IBCSG International Breast Cancer Study Group

– ETOP European Thoracic Oncology Platform

– SAKK Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für klinische Krebsforschung

– Swiss Cancer Foundation 

Jede Organisation hatte einen eigenen Informationsstand und nutzte die Gelegenheit, sich einem sehr interessierten Publikum zu präsentieren. Man konnte sich informieren, durch ein überlebensgrosses Lungenmodell spazieren, die Haut von Fachärzten kostenlos untersuchen lassen. Auch ein Blick in die Zukunft war möglich. Am Stand der Lungenliga bekam man anhand eines Fotoprints sehr bildlich veranschaulicht, wie man in 20 Jahren aussieht wenn man raucht. Das dürfte für einige ein Aha-Erlebnis gewesen sein. Und solche gab es an diesem Tag einige. Nicht nur für die Besucher. Auch für die Organisationen. So schätzten die Ärzte des Inselspitals den unglaublich berührenden und nahen Austausch mit Menschen, die ihre Krebsgeschichte schilderten. Endlich einmal Zeit zu haben und in Ruhe mit Menschen reden können, sei sehr bereichernd. Die Organisationen schätzten auch, dass sie selbst in die Pedale treten und aktiv sein konnten. So hat alleine das Inselspital elf Teams gestellt. Ein Engagement von allen Seiten, das weit über das berufliche hinausgeht. Das sechste Race for Life war das, was es sein soll und wie Adolf Ogi es sagte: «Ein grossartiges Rennen für das Leben! Schön, dass ihr euch auf den Weg macht.» 

Auch der Organisator und Kopf des ganzen Anlasses, Markus Aerni, war sehr zufrieden: «Ich bin absolut begeistert mit wie viel Herzblut sich alle engagierten. Die Partnerorganisationen, zahlreiche Unternehmen aus der ganzen Schweiz, die Volunteers und die Künstler – alle waren mit viel Leidenschaft und Freude dabei. Gemeinsam im Kampf gegen Krebs; und ganz dem Motto des diesjährigen Race for Life entsprechend: Hey Krebs, dieses Rennen verlierst du!

Gänsehaut bis zum Schluss

Auf der grossen Bühne beim Bundesplatz war für Abwechslung gesorgt. Den ganzen Nachmittag spielten Künstler auf, die sich im Kampf gegen Krebs engagierten und vollständig auf ihre Gage verzichteten. Ade machte den Anfang, gefolgt von Estella Benedetti. Nach dem Mittag verwöhnte Patric Scott mit Soul Pop. Span betraten um 17 Uhr die Bühne und lockten das Publikum mit altbekannten und neuen Songs aus der Reserve. Egal ob Acht oder Achtzig – Span bringt sie alle zum Tanzen. Sie nutzten auch die Gelegenheit, den Song "Louensee" ihrem guten Kollegen, Wegbegleiter Polo Hofer zu widmen. Die Ansage wurde vom Publikum mit viel Freude und Begeisterung aufgenommen. Ein Heimspiel, das die Band ganz zu ihren Gunsten nutzte. Um 18.30 Uhr stieg das grosse Schlusskonzert auf der Bühne am Bundesplatz. Take This feat. Swiss Allstars sorgten dafür, dass alle etwas länger blieben und ihren müden Muskeln noch etwas lockernde Beats gönnten.

 

Fakten zum Race for Life: 

Anzahl Fahrer/innen und Teams: Total 450

Gesammelter Betrag: rund 200 000 CHF

Anzahl Runden auf den Gurten: 657

Anzahl Runden Marzili: 1191

Total Höhenmeter: 329 955

Total Kilometer: 17 124

 

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